MARIANNE PLETSCHER

    

Kuba quasi Libre

Schweizerinnen zwischen Traum und Trauma

Schweiz 1993, Video, Farbe+s/w, 50 min.

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Sie leben in Kuba, weil sie sich in das Land, seine Musik, in eine Arbeit oder auch ganz einfach in einen kubanischen Mann verliebt haben: drei Schweizerinnen zwischen 40 und 50. Sie erinnern sich noch an den Traum, den Kuba für die 68-er Generation bedeutet hat und haben ihn teilweise selbst geträumt. Andererseits wird ihr Verbleiben dort immer mehr zum Trauma, welches das Leben in der letzten realsozialistischen Insel bedeutet: ein Leben mit dauernden Stromausfällen, mit Transport- und Wasserproblemen und sogar ohne genügend Nahrung. Dies vor allem während der Zeit der Filmaufnahmen, der sogenannten "Sonderperiode in Friedenszeiten".

Marianne Pletscher hat selbst als Dozentin für Dokumentarfilm immer wieder in Kuba gearbeitet und kennt den tropischen und surrealen Sozialismus aus eigener Erfahrung. Von den drei portraitierten Frauen lebte 2020 keine mehr in Kuba, aber zwei besuchen das Land immer noch regelmässig.

RegieMarianne Pletscher
DrehbuchMarianne Pletscher
KameraWerner Schneider
TonLenin de los Reyes, Boris Herrera
SchnittMarianne Jäggi Naef
MitarbeitElaine Santos, Produktionsassistenz
Dauer50 min.
Verkauf DVD/Video▶ Keine DVDs mehr im Verkauf. Der Film ist online.Falls er wegen Geoblocking nicht angeschaut werden kann:
für schulische Zwecke
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Postfach, CH-8052  archiv@srf.ch
Schulen / für kommerzielle Zwecke
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Fernsehstrasse 1-4, CH-8052  telepool@telepool.ch
+41 44 305 69 69 – Fax: +41 44 305 69 70
Information
Marianne Pletscher
info@mariannepletscher.ch
ProduktionSchweizer Fernsehen SRF
WeltrechteTelepool GmbH Filmvertrieb
Fernsehstrasse 1-4, 8052 Zürich
Tel.+41 44 305 69 69 – Fax +41 44 305 69 70
telepool@telepool.ch
Verleih/Verkauf internationalspanische Version bei Marianne Pletscher erhältlich
FestivalsHavanna Film Festival 1994
KinosKino Charles Chaplin, Havanna,
Kino 23 y 12, Havanna
TV-AusstrahlungenSchweizer Fernsehen September 1993 und 3-sat 1994

Pressezitate

Gerade weil die drei Schweizerinnen in Kuba Freundinnen und Freunde gefunden haben, ermöglichen sie der Zuschauerin einen guten Zugang (Tages-Anzeiger).

Herausgekommen ist ein Bericht voller Sympathie für die kubanische Bevölkerung und ihren unerschütterlichen Selbstbehauptungswillen.(Basler Zeitung)

Zaghaft nur rüttelt Marianne Pletscher am Revolutionsdenkmal Castro. Nicht harsche Worte sondern tropisch-sinnliche Bilder sind ihr Markenzeichen (Thurgauer Zeitung).

Pressestimmen

UNSERE FRAU IN KUBA
*Chaos" ist das erste Wort, das der Filmautorin in den Sinn kommt, wenn sie von ihrer Zeit als Filmdozentin in Kuba spricht. Bei dieser Gelegenheit drehte sie einen Dokumentarfilm, der  angesichts der jüngsten Entwicklung von besonderer Brisanz ist.
Die internationale Filmschule heisst anschaulich "Institut der drei Welten".....Als Lernende sind nur Studentinnen und Studenten aus der dritten Welt zugelassen....Nachdem in Kuba verschiedene Produktionen von Marianne Pletscher gezeigt wurden, erhielt sie ein Einladung, einige Monate an dem Institut zu lehren..... Sie vermittelte Grundlagenwisssen über das Dokumentarfilm-Schaffen.Und sie begleitete zwanzig Jungfilmer aus zwölf Drittwelt-Ländern bei der Produktion ihrer ersten Kurzdokumentation über so unterschiedliche Themen wie eine afro-kubanische Liebesgöttin oder eine 80jährige Funkamateurin.....Politische Tabus gebe es am Institut kaum. Enge Grenzen lernte Marianne Pletscher allerdings bei der eigenen Arbeit zum Film kennen, die das Schweizer Fernsehen dieser Tage ausstrahlt: Als sie eine Schweizerin beim Schlangestehen filmte, bekam sie Schwierigkeiten. Das Team wurde von Beamten des innenministeriums einen Nachmittag lang verhört - und dann mit Ermahnungen wieder freigelassen. Trotzdem erzählt sie mit Begeisterung von ihren chaotischen Tagen auf Kuba, ohne einer politischen Einseitigkeit aufzusitzen.

Ganze Kritik und weitere Kritiken und Texte zur Filmschule EICTV sind bei Marianne Pletscher erhältlich.
Ein Gespräch zum Filmemachen im Süden und den ersten Aufenthalt an der Filmschule 1993:

https://mariannepletscher.ch/cli_files/docs/1993-06_mosquito_web.pdf