MARIANNE PLETSCHER

    

Das Tal der Frauen

Besuch einer Schweizer Bergbäuerin in einem Tal in Bhutan, in dem Frauen die Macht haben

Schweiz 1994, Beta SP, Farbe, 57 min.

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In Bhutan gibt es ein Tal, in dem die Frauen Haus und Hof besitzen und ihren Töchtern vererben. Die Schweizer Bergbäuerin Tina Joos macht sich auf den Weg in dieses Tal. Durch ihre Augen lernt man das Leben und die Arbeit der bhutanischen Bäuerinnen kennen. Der Film gibt so Einblick in ein Dorf ohne Elektrizität und ohne Maschinen, in eine Welt, die von religiösen Ritualen und vom Glauben an die Kräfte der Natur geprägt ist. Tina arbeitet auf dem Feld und tauscht Erfahrungen aus; Auf diese Weise lernt sie Dorje Dölma näher kennen und schliesst mit ihr Freundschaft. Ein halbes Jahr später folgt der Gegenbesuch von Dorje Dölma. Sie ist beeindruckt von den vielen Maschinen, die die Arbeit erleichtern. Sie machen aber auch Lärm und zerstören die meditative Ruhe: «Den Leuten zu Hause würde es schlecht bei diesem Lärm».

Als viele bhutanische Filmemacher in Zürich am Bhutan Film Festival 2017 den Film zum ersten Mal sahen, brachen einige von ihnen in Tränen aus; Nostalgie nach einer Welt, die auch im kleinen Himalayastaat in Veränderung begriffen ist.

Der Film ist der meistprämierte und meistgezeigte von Marianne Pletscher.

RegieMarianne Pletscher
DrehbuchMarianne Pletscher
KameraWerner Schneider
TonWerner Schneider, Martin Brauen, Jörg Ziegler
SchnittMarianne Jäggi Naef
MitarbeitIdee: Martin Brauen, Völkerkundemuseum Zürich
Dauer57 min.
FormatBeta SP
VerleihversionenDeutsch, Englisch, Italienisch
Verkauf DVD/Video▶ Der Film ist im PlaySF online. Offenbar gilt das wegen Geoblocking nicht für alle andern deutschsprachigen Länder. Info siehe unten:
für schulische Zwecke
SRF / Dokumentation und Archive
Postfach, CH-8052  archiv@srf.ch
Schulen / für kommerzielle Zwecke
Telepool GmbH Filmvertrieb
Fernsehstrasse 1-4, CH-8052  telepool@telepool.ch
+41 44 305 69 69 – Fax: +41 44 305 69 70
Information
Marianne Pletscher
info@mariannepletscher.ch
ProduktionSchweizer Fernsehen SRF und Völkerkundemuseum Zürich
WeltrechteTelepool GmbH Filmvertrieb
Fernsehstrasse 1-4, 8052 Zürich
Tel.+41 44 305 69 69 – Fax +41 44 305 69 70
telepool@telepool.ch
Verleih/Verkauf internationalDie englische Version kann beim Völkerkundemuseum der Uni Zürich oder bei Marianne Pletscher bezogen werden, die italienische beim Fernsehen der italienischen Schweiz
FestivalsSolothurner Filmtage 1994
Rencontres Media Nord-Süd, Genf 1995
KIMFF, Himalaya Film Festival, 1996
Filmfestival Piemont 1996
Kino UNEAC, Havanna 1998
Film Festival Malans, 2000
Kimff, Hymalaya Filmfestival Nepal 2004
Bhutan Film Days Zurich, 2017
Auszeichnungen/PreiseGrosser Preis Rencontres Nord-Süd in Genf 1995
Spezialpreis der Jury Filmfestival Piemont 1996 (italienische Version)
KinosDiverse Male zwischen 1995 und 2017 im Kino des Völkerkundemuseums Zürich, wo auch die Premiere stattfand
2008 im Kino des Rubin Museums of Art
2018 in Thimpu, Bhutan
TV-AusstrahlungenUnzählige Male zwischen 1994 und 2000 im Deutschweizer und Tessiner Fernsehen und auf 3sat
LiteraturAm Tag vor der Ausstrahlung sendete SRF eine kleine Reportage, in der ich das Leben in Bhutan mit der Ausstellung im Völkerkundemuseum verwob.Die Ausstellung, in der auch der ganze Film gezeigt wurde, war ein grosser Erfolg. Anschauen:Play SRF 14.9.94 ZvZ

Pressezitate

Es ist ein stilles und grosses Vergnügen, die Annäherung der beiden Frauen mitzuverfolgen (Tages Anzeiger).

Staunend erlebt Tina Joos - und wir mit ihr - die Würde und das Selbstbewusstsein, mit denen die Frauen hier ihre Rechte wahrnehmen (Bund).

Die starke Stellung der Frauen im Film kommt weniger durch ihr Handeln zum Ausdruck als durch ihre Ausstrahlung: Ruhiges Selbstbewusstsein (Landbote).

Pressestimmen

Zu diesem Film haben sich mehr als zwanzig Filmkritiken erhalten und Briefe von 3.Welt-ExpertInnen, u.a. Al Imfeld, erhalten.  Sie können bei Marianne Pletscher eingesehen werden. Jede Auswahl kann nur willkürlich sein.

Wo Frauen regieren und Männer parieren

....Dem Kameramann Werner Schneider gelingt es, diese mystische, unberührte, fremde Welt, in der das Alltagsleben stark von religiösen Ritualen und vom Glauben an die Kräfte der Natur geprägt ist, dem Zuschauer näher zu bringen. Einerseits triumphiert da die stille Poesie der kargen Berglandschaft, die den Zuschauer gefangen nimmt, andererseits wird aber auch die Härte des Alltags dokumentiert. Für Marianne Pletscher steht vor allem die Freundschaft der beiden Bäuerinnen im Mittelpunkt ihres Werks. Sie zeigt aber auch, dass ein Aussenstehender eine ihm fremde Kultur nur gefiltert wahrnehmen kann. Pletschers Anliegen ist es,diesen "fremden Blick" auch für die Zuschauer spürbar zu machen. Dafür setzt sie bewusst Tina Joos als Identifikationsfigur ein.

Viel aufschlussreiches über unsere Kultur  liefert der Gegenbesuch von Dorje Dölma in der Schweiz......Die staunenden Fragen der Bhutanerin regen den Zuschauer an, seine eigenen kulturellen Werte und materiellen Errungenschaften neu zu überdenken. (Tele).

Internationaler Fernsehpreis für das Schweizer Fernsehen

Der Dokumentarfilm "Das Tal der Frauen" hat am 6. April an den "Rencontres Medias Nord-Sud" in Genf den Hauptpresi gewonnen. Die Autorin Marianne Pletscher ist DOK-Film-Autorin beim Schweizer Fernsehen.

Der mit Fr. 5000.-- dotierte Preis wird jedes Jahr derjenigen Produktion verliehen, die am meisten zum Verständnis von Entwicklungsfragen und zur Verständigung zwischen Menschen der ersten und dritten Welt beiträgt. ......Marianne Pletscher: ich freue mich über den Preis und werde ihn mit der Equipe, der Schweizer Bäuerin und den Bäuerinnen des "Tales der Frauen " in Bhutan teilen". (div. Zeitungen, SF-Pressedienst).

Spezialpreis dert Jury Canavese International Eco Film Festival Piemont

Durch das gleichzeitige Portraitieren der zwei Berbbäuerinnen aus zwei Welten zeigt der Film eine kulturübergreifende Sicht dieser Frauen in ihrer Umwelt auf. Durch ihre Freundschaft werden Ähnlichkeiten sichtbar, die die Bergbevölkerung in verschiedenen Erdteilen miteinander verbinden. Erstaunlich ist vor allem das Aufzeigen des fremden Blicks, welches aus der Bäuerin von Bhutan aus einem Objekt der Beobachtung ein Subjekt der Beobachtung macht." (Argumentation der Jury, div. Zeitungen).