MARIANNE PLETSCHER

    

Die Bräute Jesu (deutsch) / Seguir la glüm (romanisch)

4 Jahreszeiten mit den Nonnen von Müstair

Schweiz 1999, Video, Farbe, 55 min.

Die Bräute Jesu (deutsch) / Seguir la glüm (romanisch)_1 Die Bräute Jesu (deutsch) / Seguir la glüm (romanisch)_2 Die Bräute Jesu (deutsch) / Seguir la glüm (romanisch)_3 

Stille und Spiritualität prägen das Leben im geschlossenen Nonnenkloster St. Johann im bündnerischen Müstair. 12 Nonnen haben sich für ein Leben in totaler Zurückgezogenheit, in der Klausur, entschieden. Ihr Leben wird von Beten und Arbeiten bestimmt. Ein stiller, schöner Film, so wie man sich das Leben im Kloster eben vorstellt. Aber auch ein lustiger Film, denn die Schwestern von Müstair lachen gerne, sie dichten Verse und sie spielen sogar Karten - allerdings ganz besondere Karten. Und auch ein sensationeller Film, denn Fremde dürfen normalerweise nicht in eine Klausur, und Filmteams schon gar nicht.

Der Film zeigt das Leben der Schwesterngemeinschaft im Jahreslauf, und insbesondere die Freuden, Sorgen und Sehnsüchte von 3 ausgewählten Schwestern und ihrer Priorin. Er zeigt auch, dass das Klausurleben in einem Kloster, das eines von drei Unesco-Weltkulturgütern der Schweiz ist, und für viele Millionen restauriert wird, alles andere als einfach ist. Touristen, Archäologen und Architekten kümmern sich um die historisch wertvollen Gebäude mit ihren wunderschönen Fresken und Statuen. Ihre Interessen decken sich oft nicht mit dem Bedürfnis der Schwestern nach Zurückgezogenheit. Der Film vermittelt auch, mit wieviel Humor und Gelassenheit sich die Schwestern von Müstair diesen Problemen stellen. Der Film dauert 50 Minuten, die rätoromanische Kurzversion eine halbe Stunde.

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La clausura aint la clostra da Sonch Johann a Müstair es ün’isla ingiò cha’l temp ha ün’otra frequenza. 12 sours han fat il pass illa clostra serrada, s’han decisas per üna vita in clausura. Las reglas dal sonch Benedict influenzeschan lur ritem da vita tenor il motto: ora et labora. Dasper lur lavur spirituala, vivan ellas eir la cumünanza, rechaman e chüran lur üerts. Il film muossa la vita da las sours dürant las quatter stagiuns, lur plaschairs, pissers e desideris.

RegieMarianne Pletscher, Susanna Fanzun
DrehbuchMarianne Pletscher, Susanna Fanzun
KameraWerner Schneider
TonSandra Blumati
SchnittMarianne Jäggi
Dauer55 min.
VerleihversionenDeutsch, Italienisch, rätoromanisch
Verkauf DVD/Video für schulische Zwecke
SRF / Dokumentation und Archive
Postfach, CH-8052  archiv@srf.ch
Schulen / für kommerzielle Zwecke
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Fernsehstrasse 1-4, CH-8052  telepool@telepool.ch
+41 44 305 69 69 – Fax: +41 44 305 69 70
Information
Marianne Pletscher
info@mariannepletscher.ch
ProduktionSchweizer Fernsehen SRF
WeltrechteTelepool GmbH Filmvertrieb
Fernsehstrasse 1-4, 8052 Zürich
Tel.+41 44 305 69 69 – Fax +41 44 305 69 70
telepool@telepool.ch
UraufführungSolothurner Filmtage 1999
Auszeichnungen/PreiseAnerkennungspreis der Stiftung Kloster St. Johan, Mustair 1999
1. Premi Cristal der Cuminanza rumantscha radio e televisiun 1999 für die rätoromanische Kurzversion "ür ausserordentliche jouenalistische Leistungen im rätoromanischen Raum".
TV-Ausstrahlungen1998 mehrmals im Schweizer Fernsehen, auf 3sat und im Rätororomanischen, Tessiner und Italienischen Fernsehen

Pressezitate

Die Bilder dieses Films bleiben haften (NZZ)

Angetan hat es mir der gossartige Dokumentarfilm "Die Bräute Jesu". Halt wahr: mit jedem überlegt ausgewählten Bild lässt sich mehr aussagen als mit 1000 Worten (Peter Wettler, Klartext).
Die beiden Filmerinnen erhielten dank ihrer Behutsamkeit und der Offenheit det Interviewten nicht nur Zutritt zur Klausur, sondern auch zu den Herzen der Nonnen.(Elsbeth Schneider, TR 7).

Pressestimmen

Eine dreifache Bedrohung - das kommt im Film deutlich zum Ausdruck - lastet über der kleinen Klostergemeinschaft. Die Ansprüche des Tourismus, denen sich das Kloster als Unesco-Weltkulturerbe ausgesetzt sieht, die Sanierungsarbeiten, die das Klosterleben tangieren und schliesslich der fehlende Nachwuchs....Es verwundert nicht, dass es den abgeschieden lebenden Schwestern nicht leicht fällt, sich in die Touristenseele einzufühlen. Und der Nachwuchs? Der im Film erzählte Traum von Schwester Domenica, dass "auf einen Knall" zuwenig Zellen zur Verfügung stehen, wird ein Traum bleiben. (Peter Masüber,Badener Tagblatt)

Die Jury lobte vor allem die grosse Sensibilität, die hervorragende Dramaturgie, die Kraft der Bilder und den kulturellen Wert des Films.  SF-DRS-Kameramann Werner Schneider führte die Kamera. (1.Premi Cristal 1998)